Kurzchronik

> Auszug aus der Vereinschronik von Schriftführer Otto Hufnagel <

            Der MGV Schwend zählt zu den jüngeren Männerchören. Wie es in der Chronik nachzulesen ist, gründeten 20 sangesfreudige Männer am 14. Januar 1914 den Männergesangverein Schwend. Als erster Vorstand wurde Straßenmeister Högner, als Kassier Wagnermeister Götz und als Ausschussmitglieder Gastwirt Johann Kratzer und Johann Utz, beide aus Schwend, sowie Landwirt Leonhard Müller aus Aicha gewählt. Als Dirigent konnte Hauptlehrer Wilhelm Pürkner gewonnen werden. Die erste Singstunde fand am 19. Januar abends um 20:00 Uhr statt. Sehr schnell zählte man 30 Mitglieder, aber die Freude währte nicht lange, denn im gleichen Jahr unterbrach der 1. Weltkrieg die Vereinsarbeit.

 

1919 ließ man den Verein wieder aufleben und man gedachte zunächst den vier gefallenen Sangesbrüdern, unter ihnen auch der Dirigent Wilhelm Pürkner. Ein Jahr später wurde bereits das erste Vereinsbild enthüllt.

Erstes Vereinsbild gefertigt 1920

und 1964 zum 50 jährigen Jubiläum reproduziert.

In der Vereinsatzung wurden die Singstunden von November bis April mit einer Jahreshauptversammlung zu Beginn der Saison festgeschrieben.

So konnte der Verein bis zum Jahre 1932 seine Tätigkeit erfolgreich fortführen.

 

Ab 1933 schrieb man wieder ein trauriges Kapitel in der Vereinsgeschichte. Im Zuge der Machtübernahme Adolf Hitlers fand nun auch eine Gleichschaltung im Verein statt. Der damalige Bürgermeister Schuhmann setzte die alte Vorstandschaft außer Kraft und bestimmte Lehrer Silberhorn zum Vorstand – dieser ernannte eigenmächtig seine weiteren Vorstandsmitglieder.

1934 erfolgte die Aufnahme in den

Fränkischen Sängerbund.

Es machte sich allmählich ein Verfall im Vereinsgeschehen bemerkbar. Zeitgleich nahm die tragische, deutsche Geschichte ihren Lauf.

 

25 Sangesfreunde fanden sich am 16. November 1948 in der Gaststätte und Vereinslokal Kratzer ( Hausname Wirt) in Schwend wieder zusammen und gedachten der 7 gefallenen Sänger im 2. Weltkrieg. Aus der ersten freien Wahl ging als 1. Vorstand Heinrich Hubner Senior aus Schwend hervor. Leonhard Schötz aus Ödhaag erklärte sich zum Liedermeister bereit. Der Verein hatte sich zur Aufgabe gemacht, das deutsche Liedgut und die Geselligkeit zu pflegen, bei Hochzeiten und Trauerfällen von Vereinsmitgliedern und bei kirchlichen Anlässen zu singen.

Später kam noch der „Tag des Liedes“ und das Dreiertreffen der Birglandchöre aus Fürnried, Poppberg und Schwend hinzu. Auch der Besuch von Festen der Nachbarvereine und Ausflüge, bis weit über die Grenzen Bayerns, standen auf dem Programm.

Im Jahre 1957 wurde das 

zweite Vereinsbild enthüllt.

Am 1. Juni 1958 fand im Rahmen eines großen Festes die Fahnenweihe statt. Wie

im Protokollbuch nachzulesen ist, beteiligten sich 28 Vereine.

Etwa 1500 Gäste erlebten bei sommerlichen Wetter neben der Kirche in Schwend eine großartige Feier.

 

1966 zog der Verein ins Gasthaus "Jägerheim" um.

1978 wurde das letzte Vereinsbild gefertigt

Der Chor im Jubiläumsjahr 1989
Der Chor im Jubiläumsjahr 1989

Ein Höhepunkt in der jüngeren Geschichte war das Jahr 1989. Am 11. Januar wurde der Verein ins Vereinsregister in Amberg eingetragen. Vom 30.Juni – 3.Juli feierte man das 75 jährige Gründungsjubiläum in Schwend. Zu diesem Anlass wurde eine einheitliche Vereinstracht angeschafft. Maßgeblichen Anteil an der Vereinsarbeit zu dieser Zeit trugen der 1. Vorstand Konrad Kopp und Chorleiter Hans Schötz. 

Seit dem Oktober 1989 erfreut sich der Verein des jungen Nachwuchsdirigenten Jürgen Bachmann aus Schwend. 

2010 die Gründung einer Singgemeinschaft

mit dem MGV Liederkranz Kastl

2014  100 jähriges Gründungsfest in der Birglandhalle in Schwend.

Bericht im Onetz                              Bilder folgen...